SAP Glossar

ERP- und SAP-Glossar

SAP®: Was ist eigentlich / Was bedeutet… ausgeschrieben?

Hier finden Sie IT- und SAP Fachbegriffe, deren Definition, Übersetzung, Bedeutung und Erklärung:

Business Intelligence
(BI)
Business Intelligence ist die systematische Analyse bereits im Unternehmen vorhandener, elektronischer Daten. Das Wort „Intelligence“ bezieht sich auf die durch diese Auswertung gewonnen Erkenntnisse, die bessere „intelligentere“ oder zumindest präsisere Entscheidungen ermöglichen. Technisch befinden sich die zu analysierenden Daten im einem Data Warehouse, d.h. getrennt von den Daten des aktuellen Tagesgeschäfts (OLAP). Neben SAP gibt es zahlreiche weitere BI-Lösungen.
Customer Relationship Management
(CRM)
Das sog. Kundenbeziehungsmanagement dient der Kundenpflege und soll vor allem die Kundenbindung erhöhen. Ein CRM-System steuert alle interaktiven Kundenprozesse und wird für die Unternehmensbereiche Vertrieb, Marketing und Service eingesetzt.
Electronic Data Interchange
(EDI)
Elektronischer Datenaustausch von papierlosen Dokumenten (z.B. Bestellung, Rechnung, Lieferschein) zwischen den EDV-Systemen beteiligter Unternehmen (z.B. zwischen Lieferant u. Kunde) in standardisierter und strukturierter Form. Ziel ist das Automatisieren von Geschäftsprozessen.
Enterprise Resource Planning
(ERP)
Was ist ERP? Enterprise Resource Planning ist die Planung von Unternehmensressourcen. Die Herausforderung jedes Unternehmers ist es, die zur Verfügung stehenden Ressourcen Kapital, Maschinen, Geräte, Material, Personal und nicht zuletzt die Software des Unternehmens optimal einzusetzen, um möglichst effektiv zu arbeiten und den größtmöglichen Gewinn zu erwirtschaften. Ein ERP-System ist eine komplexe Software, die helfen soll, diese Ressourcenplanung bestmöglich durchzuführen sowie alle Geschäftsprozesse abzubilden, zu vereinfachen und zu optimieren.
HANA SAP® HANA ist der Name der In-Memory-Technologie der SAP. Die Daten werden im Arbeitsspeicher gesichert anstatt auf einer Festplatte. Außerdem können sie statt zeilenweise auch spaltenweise gelesen werden, was den Zugriff weiter beschleunigt.
Human Ressources (Humankapital)
(HR)
Das Humankapital (Humanvermögen) ist das Wissen der Mitarbeiter eines Unternehmens. Durch Investitionen in Bildung eines Mitarbeiters kann sozusagen das Humankapital vergrößert werden. Oft werden die Humanressourcen als betriebswirtschaftlicher Produktionsfaktor gesehen. Auch die Begriffe Humanpotenzial und human assets sind üblich.
Human Capital Management
(HCM)
Das Humankapital-Management erfasst, plant und steuert, analysiert und bewertet das Wissen der Mitarbeiter eines Unternehmens. Es ist ein erweitertes Personalmanagement.
In-Memory-Datenbank
(IMDB)
Eine IMDB (In-Memory-Datenbank) ist hauptspeicherresident, d.h. die Daten werden nicht auf einer Festplatte oder einem anderen festen Speichermedium gesichert, sondern im Arbeitsspeicher eines Computers. Die In-Memory-Technologie ermöglicht einen wesentlich schnelleren Zugriff auf die Daten als herkömmliche Datenbanken.
Manufacturing Execution System
(MES)
Ein MES-System ist ein System für die Produktionssteuerung (Produktionsleitsystem), das im Gegensatz zu einem ERP-System direkt auf die Produktionsausführung einwirkt, diese in Echtzeit lenkt und steuert. Ein Verwandter Begriff ist CIM (computer integrated manufacturing), deutsch: computerintegrierte Produktion.
Online Analytical Processing
(OLAP)
Online Analytical Processing: OLAP ist ein Datenverarbeitungsverfahren. Zusammengefasste, komplexe Informationen, sog. Fakten werden für Analyse- und Prognosezwecke verarbeitet, die die Entscheidungsfindung des Unternehmens beeinflussen. Generell gibt es wenige und komplexe Datenbankanfragen mit Lesezugriff. Aus den Daten im Business Data Warehouse werden Kennzahlen berechnet und die Daten werden grafisch dargestellt. OLAP wird auch für Data Mining genutzt. Es enthält nur aggregierte, historische Informationen im multi-dimensionalen DB-Schema. OLAP-Systeme werden an ihrer Antwortzeit gemessen, die aber immer über denen der OLTP liegen werden.
Online Transactional Processing
(OLTP)
Das Online Transactional Processing, auf deutsch Online-Transaktionsverarbeitung oder auch Echtzeit-Transaktionsverwaltung verarbeitet Transaktionen im Dialog und bildet die Geschäftsprozesse ab. Es beinhaltet somit detaillierte und vor allem aktuelle Informationen. Generell gibt es viele kurze DB-Anfragen und viele Schreibzugriffe. Schnelle Antwortzeiten sind unabdingbar, damit das Tagesgeschäft des Unternehmens reibungslos ablaufen kann.
Supply Chain Management
(SCM)
Das Supply Chain Management, auf deutsch Management der Lieferkette, ist die systematische, intelligente und koordinierte Analyse, Planung, Steuerung sowie Optimierung und Automatisierung von Prozessen in der Logistikkette eines Produktes zwischen Hersteller und dessen Zulieferern, Lieferanten und Endkunde.
SCM ist also prinzipiell eine unternehmensübergreifende Strategie und rückt die gesamte Lieferkette in den Vordergrund – vom Rohstoff bis zum Endprodukt. Auch der reibungslose Informationsfluss sowie der Wertefluss (Finanzen) gehören zum Supply Chain Management. Ziele des SCM sind Steigerung der Kundenzufriedenheit bei minimalen Durchlaufzeiten und Kosten. Zahlreiche Abläufe in Beschaffung, Kundenservice, Produktion, Qualitätsicherung, Lagerung, Transport, IT sowie weiteren beteiligten Geschäftsprozessen können optimiert, besser organisiert und zum Teil sogar weggelassen werden.

 

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